Wer es noch nicht von Twitter weiß: Ich bin gestern zu meiner Cousine gefahren. Sie wohnt mit ihrem Mann und den 2 Kindern in der Eifel. Und dies Jahr trifft sich (wie jedes Jahr) die gesamte Familie.
Aber ich will erst einmal von der Fahrt dort hin berichten.
Vollmundig habe ich allen gesagt, ich werde früh morgens starten. Tatsächlich habe ich gedacht, ich schaffe es so zwischen 5-6 Uhr zu starten. Aber da kamen mir meine Schlafgewohnheiten in den Weg. Am Vortag wurde ich Nachmittags um 2 Uhr so müde, dass ich mich hinlegte und bis 18 Uhr schlief. Das hat dann auch verhindert, dass ich gegen Mitternacht hätte einschlafen können, wie ich es geplant hatte.
So konnte (und musste) ich die Zeit nutzen um weiter zu packen. Gegen 3 oder 4 Uhr morgens schaffte ich es einzuschlafen, allerdings bin ich aus dem unruhigen Schlaf schon nach wenigen Stunden, gegen 7 Uhr aufgewacht.
Ich quälte mich dann erst einmal fast 2 Stunden mit wach werden und packte dann langsam das restliche Zeug zusammen. Nach dem Duschen war es dann auch schon 11 Uhr und ich konnte das Auto langsam beladen. Ziemlich genau um 11:45 Uhr bin ich Zuhause losgekommen.
Beim ersten (und einzigen) Stau um 12:15 Uhr aud der berliner Stadtautobahn A100, nutzte ich die Gelegenheit und rief meine Cousine an, dass ich nicht wie erwartet am frühen Nachmittag eintreffen werde, da ich eben erst losgefahren sei.
Die ersten paar hundert Kilometer gingen recht gut voran. Die Leute fuhren alle recht vorsichtig. Für meinen Geschmack zum Teil zu sehr. Aber ab Magdeburg war ein Tempolimit von 80km/h auf den elektronischen Anzeigen angegeben. Da schlauchte doch sehr, zwischen den LKW mit 80-90 Sachen zu trödeln. Ich war natürlich auch der einzige Idiot, der sich halbwegs an das Tempolimit hielt. Hätte man mich gefragt, hätte ich da 100 frei gegeben. Aber so wurde ich regelmäßig von LKW überholt und alle anderen Autofahrer fuhren mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit an mit vorbei.
Da mein Tank auch schon auf halb war und ich etwas gestresst, machte ich in Lehre, Helmstedt auf einem Autohof meine erste Rast. Sehr zu meiner Verwunderung kostet der Super-Kraftstoff dort nur 1,469 € im Gegensatz du den 1,519 € die ich zuletzt in Berlin sah.
Danach wurde es noch stressiger. Einige Kilometer nach meiner Rast, wurde das Tempolimit auf 60 km/h abgesenkt (obwohl die Straßenverhältnisse eher besser wurden). Es wurde noch anstregender dadurch und ich kam mir noch idiotischer vor. Und es wurde langsam dunkel. Nach 2 Stunden und 150km habe ich meine zweite Rast auf dem Rasthof Herford Nord. Jetzt wurde ich langsam richtig müde. Aber eine Runde an der kalten Luft Spazierengehen bewirkte Wunder (Vielleicht war’s auch die Dose Red Bull).
Ich setzte meine Fahrt fort, weiterhin mit 60. Zugegeben, ich fuhr stellenweise dann auch mal 100, wenn ich gestresst war von zu langsam fahrenden LKW, gehörte aber dennoch zu den langsamsten.
irgendwann, dann, fast schon im Ruhrgebiet, gab es keine elektronischen Anzeigetafeln mehr und man durfte 120 und dann auch irgendwann Richtgeschwindigkeit 130 fahren. Das habe ich dann auch ausgenutzt. Der Vergleich zeigte, dass man bei 60km/h deutlich weniger verbraucht als bei Vollgas. (Ironische Stimmlage denken).
Hier kam mir dann das Wetter in die Quere. Nicht nur dass ich langsam richtig totmüde wurde. Nein. Es musste natürlich anfangen zu regnen und dicke Nebelschwaden überzogen die Autobahn.
Ich machte in Lichtendorf meine dritte und letzte Pause. Da beschloss ich mich kurz zurückzulehnen und die Augen zu schließen. Ich schlief richtig ein für 15 Minuten. Und es war gut. Sofort erholt fühlt man sich nicht. Wenn man sich aber einen Moment Zeit gibt und eine Runde spazieren geht (und einen Kaffee trinkt) fühlt man sich sehr erholt. Dort telefonierte ich noch einmal mit meiner Cousine und sagte ihr, dass ich 125km vor dem Ziel bin.
Die Reise ging weiter. Mit 120 respektive Richtgeschwindigkeit, Nebel, Regen und zunehmend weniger Autos.
Nach unzähligen Autobahnkreuzen kam dann die richtige Abfahrt und es waren nur noch 2-3km. Leider ließ mich Navigon auf dem iPhone etwas im Stich, weil es mir die Sprachansagen verweigerte. Aber mit immer wieder hinsehen und Schritttempo kam ich nach fast 9 Stunden um 21.15 Uhr hier an.
Es ist so schön bei meiner Familie zu sein.













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